Polizei Borken übt den Ernstfall – Bedrohungslage am Butenwall

Polizei Borken übt den Ernstfall – Bedrohungslage am Butenwall
Im Rahmen der groß angelegten Übung musste ein verletztes Opfer aus dem Gefahrenbereich geborgen werden - Foto: mhs

Übungsszenario in Borkens City unter annähernd realen Bedingungen

BORKEN | bd | Am heutigen Morgen hieß es für viele Fahrzeugführer im Bereich Butenwall/Burloer Straße: Nichts geht mehr. Grund für die großräumige Verkehrssperrung, die die Borkener Polizei gegen 09:00 Uhr rund um den üblicherweise zu dieser Zeit stark frequentierten Kreisverkehr eingerichtet hatte, war eine Übungslage der Polizei, bei der es zu einer Bedrohungslage in den Räumen einer Fahrschule gekommen war.

An der Übung beteiligt waren neben den Beamtinnen und Beamten der Borkener Polizei auch Kräfte der Einsatzhundertschaft. Unter annähernd realen Bedingungen, so Frank Rentmeister als Pressesprecher der Polizei, wurden die Einsatzabläufe für eine echte Einsatzlage geübt. „Von Beobachtern werden in der groß angelegten Übung alle Abläufe während des Einsatzes in Augenschein genommen und anschließend bewertet. Sowohl die Maßnahmen am Einsatzort, die Kommunikation und auch die parallel verlaufenden Verkehrsmaßnahmen werden in diese Bewertung einbezogen“, erklärt der Polizeisprecher vor Ort.

Beobachter nahmen das Szenario in Augenschein und bewerteten anschließend den Einsatz
Beobachter nahmen das Szenario in Augenschein und bewerteten anschließend den Einsatz

Bei der Übungslage hatte sich ein Gewalttäter in den Räumen einer Fahrschule verschanzt und bedrohte dort die Angestellten. Von den Büroräumen abgesetzt hatten sich mehrere Einheiten der Polizei, die mit Schutzwesten und Helmen sowie Übungswaffen ausgestattet waren, an vielen Stellen rund um den Einsatzort postiert, um im Ernstfall schnell ins Geschehen eingreifen zu können.

Wie echt die Lage für die außenstehenden Beobachter wirkte, zeigte die eskalierende Tathandlung des vermeintlichen Täters, der im Zuge seiner Tat eine Person verletzte, die wenig später von eingesetzten Polizeibeamten geborgen und aus dem Gefahrenbereich geschafft werden musste.

Nur kurze Zeit später wurde das Opfer von ebenfalls an der Übungslage beteiligten Kräften des Rettungsdienstes medizinisch versorgt. Dieser Teil der Übung verlief nach Angaben Rentmeisters genau so, wie es die Polizeibeamten in vielen Schulungs- und Fortbildungseinheiten immer wieder üben.

„Auch die Kommunikation untereinander, sowohl die der Einsatzkräfte vor Ort als auch die zwischen dem Polizeiführer und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten fließen letztlich in die Bewertung der Übung ein. Nach Abschluss der Übungslage wird es dann auch eine entsprechende Rückmeldung der Beobachter geben. Dass die Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen während der Lage Einschränkungen hinnehmen und teilweise Umwege in Kauf nehmen mussten, verdeutlicht, wie real diese Übung angelegt war“, beschreibt Rentmeister die Übungslage weiter.

Etwa um 10:30 Uhr erklärte die Einsatzleitung die Übung für beendet. Die Verkehrssperrungen wurden unmittelbar im Anschluss wieder aufgehoben.


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