Silvester bei den niederländischen Nachbarn eskaliert – Massive Angriffe auf Einsatzkräfte
Molotowcocktails und Gehwegplatten als Wurfgeschosse gegen Polizei und Rettungskräfte benutzt
NL | pd/bd | Diesseits der niederländischen Grenze bekamen die Anwohner bereits am Silvestervormittag einen Vorgeschmack auf das, was dann in der Nacht in den Niederlanden offenbar völlig aus dem Ruder lief. Schon in den Morgenstunden des letzten Dezembertages waren unaufhörlich heftige Detonationen zu hören, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellten. Kein Wunder: Hatten sich viele Bürger aus den Niederlanden bereits Tage zuvor mit großen Mengen an Feuerwerkskörpern eingedeckt. Bei einigen reichte zum Abtransport der eingekauften Böller der Kofferraum des Fahrzeugs nicht mehr aus, sodass auch im Fahrzeuginnenraum die explosive Fracht verstaut wurde (Beobachtungen des Autors an einem Markt in Oeding am 30.12.25). Nach Angaben der Polizei wurden nicht nur die zugelassenen Feuerwerkskörper in großen Mengen erworben, auch der Kauf illegaler, teils sehr gefährlicher Pyrotechnik habe stark zugenommen.
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Hintergrund für die hamsterähnlichen Einkäufe in ungewöhnlich großen Mengen war offenbar der Beschluss des niederländischen Parlaments, ab dem Jahreswechsel 2026/27 das private Böllern gesetzlich zu untersagen.
Wie der WDR und andere Medien unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur (dpa) übereinstimmend berichten, seien in einigen niederländischen Städten Einsatzkräfte mit Böllern, Gehwegplatten und Molotow-Cocktails angegriffen worden. In Nijmegen an der deutschen Grenze kam ein Mensch bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben. Vielerorts sei es zu Ausschreitungen, Bränden und Schlägereien gekommen. Der Notruf war im ganzen Land überlastet. Die Menschen wurden aufgefordert, nur in wirklich dringenden Notfällen den Notruf zu wählen – eine Aufforderung, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Auch hierzulande kam es in einigen Städten erneut zu Zusammenstößen zwischen Feiernden und der Polizei, wenngleich die Polizeibehörden insgesamt von einer weitestgehend „normalen“ Einsatzlage sprachen. Leider kam es auch in NRW zu zwei Böller-Todesopfern. So haben zwei 18-Jährige in Bielefeld offenbar selbst gebaute Pyrotechnik gezündet und sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen.
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