Skurios Volleys – Erster Punkt aus dem Spiel gegen den Topfavoriten eingefahren

Skurios Volleys – Erster Punkt aus dem Spiel gegen den Topfavoriten eingefahren
Einen überragenden Auftritt der Skurios Volleys gegen den Meister aus Schwerin erlebten am Samstagabend 841 Zuschauer in der Borkener Meggi - Foto: Thomas Hacker

Der erste Satz gehörte zur Überraschung aller klar den Borkener Gastgeberinnen

BORKEN | pd | Die Mergelsberg-Sporthalle war am Samstagabend ein Hexenkessel. Als nach dem Schlusspfiff um 21:40 Uhr der Song „Sweet Caroline“ durch die Lautsprecher dröhnte, waren  Spielerinnen und Fans so euphorisch, als hätte Borken gerade erneut die Meisterschaft gewonnen. Trainerin Danuta Brinkmann hatte es wochenlang eingetrichtert: „Sie sollen sich endlich mal belohnen.“ Am Samstagabend schließlich geschah genau das. Gegen den amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin holten die Skurios Volleys, ihres Zeichens amtierender Meister der 2. Volleyball Bundesliga Pro, ihren ersten Tabellenpunkt gegen einen etablierten Erstligisten und eines der erfolgreichsten Teams der letzten Jahrzehnte – und feierten diesen vielleicht größten Triumph der Saison ausgiebig.

Vor 841 Zuschauern, die jede gute Annahme, jeden starken Block und jeden Punktgewinn mit ohrenbetäubendem Jubel quittierten, zeigten die Skurios Volleys zum Abschluss der Englischen Woche von Minute eins an, was in ihnen steckt. Borken spielte mutig, unbekümmert und mit einer Energie, die den Favoriten aus der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt zunächst völlig überrumpelte. Kapitänin Fabienne Coenders dirigierte das Spiel mit Übersicht, Liza Kastrup, Pia Mohr oder Lara Kretschmer verwandelten die Bälle kompromisslos – und die Stimmung in der Meggi trug das Team immer weiter.

Der erste Satz gehörte zur Überraschung aller klar den Gastgeberinnen. Borken zog früh davon, nutzte druckvolle Aufschläge und eine stabile Abwehr, um Schwerin unter Druck zu setzen. Die Fans peitschten ihr Team voran, beim Stand von 21:17 schallte der in dieser Saison seltener gewordene Ruf „Vier gewinnt!“ durch die Halle – und kurz darauf besiegelte die Kapitänin den ersten Satzgewinn mit einem kraftvollen Angriff selbst zum 25:22-Endstand. Die Spielerinnen feierten bereits zwischendurch mit kleinen Tänzchen, so groß war die Freude.


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Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Skurios nicht locker. Sie blieben aggressiv im Block, variabel im Angriff und zwangen Schwerins Trainer Felix Koslowski zu frühen Auszeiten und Wechseln. Borken baute sich eine komfortable Führung auf, führte zeitweise deutlich und hatte beim 24:16 bereits acht Satzbälle. Dann wurde es nochmal richtig eng: der Meister kämpfte sich noch einmal unerwartet deutlich auf bedrohliche 24:23 heran, doch ein Aufschlagfehler der Gäste besiegelte das 25:23 – 2:0-Satzführung und somit war Tabellenpunkt vier in der ersten Bundesliga-Saison schon sicher. Die Meggi explodierte förmlich vor Freude.

„Einfach geil“, strahlte Borkens Kapitänin Fabienne Coenders danach. „Schwerin war anfangs nicht richtig da, und das haben wir voll ausgenutzt. Wir wissen, dass sie viel besser können, aber wir haben dagegengehalten. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

Der Deutsche Meister stand zu diesem Zeitpunkt mit dem Rücken zur Wand – und drehte danach auf. Mit Routine, variablen Angriffen und starken Aufschlagserien holte Schwerin Satz drei (20:25) und vier (19:25). Borken kämpfte weiter, ärgerte den Favoriten immer wieder mit starken Phasen, doch allmählich machte sich die englische Woche bemerkbar. „Zum Schluss waren wir nicht mehr so frisch“, gab Coenders zu. Auch im Tiebreak kontrollierte Schwerin das Geschehen und holte sich damit den Sieg.


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Doch die Enttäuschung über die Niederlage hielt nur Sekunden. Stattdessen brach pure Freude aus. Spielerinnen und Fans feierten gemeinsam, umarmten sich, sangen mit. Und genau diese einzigartige Unterstützung machte den Abend besonders. Die 841 Zuschauer hatten das Team 111 Minuten lang getragen, jede gute Aktion bejubelt, jede Phase der Schwäche mit noch lauteren Anfeuerungen überbrückt. Diese Fans sind Gold wert.

Trainerin Danuta Brinkmann konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich bin begeistert und super zufrieden. Endlich haben wir auf dem Feld umgesetzt, was wir trainiert haben und eigentlich leisten können. Ich hoffe, dass diese Lockerheit und dieses Selbstvertrauen jetzt anhält.“

Für die Skurios Volleys war dieser Punkt mehr als nur ein Tabellenpunkt. Es war die Belohnung für Wochen harter Arbeit, für den Glauben ans eigene Können und für tolle Fans, die hinter ihrem Team stehen – egal ob bei Sieg oder Niederlage. Der Abend in der Mergelsberg-Sporthalle dürfte bei vielen von ihnen lange in Erinnerung bleiben.

Am kommenden Samstag geht es für die Westmünsterländerinnen zu einem alten Bekannten nach Hamburg. Der Mit-Aufsteiger empfängt die Skurios Volleys an 19:30 Uhr in der CU-Arena. Das Hinspiel in Borken entschieden die ETV Hamburger Volksbank Volleys für sich, das wollen die Skurios Volleys nun natürlich ändern.

Quelle: Skurios Volleys – Thomas Hacker


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