Skurios Volleys – Münsterland-Duell vor großer Kulisse
Erstes Derby mit viel Herz gespielt
BORKEN | pd | Das erste Münsterland-Derby zwischen den Skurios Volleys Borken und dem USC Münster hatte alles, was ein besonderes Volleyballspiel ausmacht: eine ausverkaufte Mergelsberg-Sporthalle, leidenschaftliche Fans und zwei Teams, die sich nichts schenkten. Am Ende setzte sich Münster mit 3:0 (25:14, 25:22, 25:14) durch – doch vor allem im zweiten Satz zeigten die Skurios, welches Potenzial in ihnen steckt.
Im ersten Satz erwischte Münster den etwas besseren Start und setzte sich früh mit drei Punkten in Serie auf 4:1 ab. Beim Stand von 8:11 nahm Borkens Trainerin Danuta Brinkmann die erste Auszeit, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Die Gäste erhöhten zunächst auf 8:12 und legten später eine weitere Drei-Punkte-Serie zum 12:17 nach. Nach einer weiteren Auszeit bei 12:18 folgten fünf Punkte in Serie für Münster zum 12:19. Mit drei weiteren Punkten in Serie stellte der USC auf 13:24 und nutzte einen von elf Satzbällen zum 25:14. Trotz des klaren Ergebnisses hielten die Skurios phasenweise gut dagegen und stemmten sich mit Einsatz gegen die starke Block- und Aufschlagarbeit der Gäste.
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Auch im zweiten Satz starteten beide Teams mit ihren Anfangsformationen – und diesmal erwischte der Aufsteiger aus Borken den wacheren Beginn. Doch Münster blieb stabil und punktete in Serien zum 4:5 und 5:8. Nach einer Auszeit beim Stand von 5:8 gerieten die Gastgeberinnen zwischenzeitlich mit 7:12 in Rückstand. Doch die Skurios zeigten Moral: Drei Punkte in Folge bedeuteten das 10:12, Münster reagierte mit einer Auszeit. Zwar setzte sich der USC noch einmal auf 10:17 ab, doch dann begann die stärkste Phase der Borkenerinnen. Mit zwei Drei-Punkte-Serien kämpften sie sich auf 14:18 und 17:19 heran. Die Meggi hielt den Atem an, als der Rückstand immer weiter schmolz. Münsters Coach nahm beim Stand von 16:19 eine Auszeit, um den Rhythmus der Gastgeberinnen zu brechen. Beim 22:24 hatten die Gäste zwei Satzbälle. Trotz großer Leidenschaft und mutigem Angriffsspiel mussten sich die Skurios schließlich mit 22:25 geschlagen geben – ein Satz, der Selbstvertrauen geben dürfte. „Der zweite Satz hat gezeigt, wie gut wir eigentlich sein können“, blickte Borkens Mittelblockerin Doreen Luther nach dem Spiel darauf zurück.
Im dritten Durchgang ging Münster mit 5:1 in Führung und Danuta Brinkmann nahm daraufhin früh eine Auszeit. Eine weitere Drei-Punkte-Serie brachte den USC auf 16:8. Bei 10:20 nahmen die Skurios Volleys ihre zweite Auszeit. Münster erspielte sich zehn Matchbälle – und ausgerechnet die frühere Borkener Mittelblockerin Esther Spöler verwandelte den ersten zum 25:14-Endstand.
Das Derby war auch ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Mittelblockerin Esther Spöler und Zuspielerin Yina Liu, die im dritten Satz zum Einsatz kam, trugen einst das Trikot der Skurios Volleys. Umgekehrt sammelten Mittelblockerin Doreen Luther, Außenangreiferin Pia Mohr, Diagonalangreiferin Liza Kastrup im USC-Dress Erstliga-Erfahrung sowie Sandra Hövels in der Jugend des USC Münster.
Zu MVPs wurden Emilia Jordan auf Münsteraner Seite sowie Marika Loker für die Skurios Volleys gewählt. Auch wenn das Ergebnis klar ausfiel, bleibt ein Abend, der gezeigt hat, dass Borken im Derby mithalten und besonders in engen Phasen Akzente setzen kann – eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt. „Schade für die Fans, dass das heute nicht so gut geklappt hat“, sagte Borkens Trainerin Danuta Brinkmann, die selbstkritisch anmerkte: „Wir haben heute pro Satz vier, fünf Aufschläge verschlafen.“ Die Annahme sei nicht stabil genug gewesen, Block und Abwehr oft „einen Tick zu spät“. Die Aufholjagd im zweiten Satz sei letztlich zu spät gekommen. „Münster hat schnell und gut gespielt.“ USC-Trainer Matthias Pack lobte dagegen die Atmosphäre: „Es war eine super Stimmung hier in Borken.“
Quelle: Skurios Volleys – Thomas Hacker





