Skurios Volleys – Mutiger Auftritt in der Dresdner Margon-Arena
Beim Rückspiel steigerte sich das Borkener Team von Satz zu Satz – Rückreise erfolgte allerdings ohne Punktgewinn
BORKEN | pd | Am Samstagabend verloren die Skurios Volleys ihr Auswärtsspiel beim Dresdner SC mit zwar 0:3 (15:25, 16:25, 21:25). Doch vor einer – aus Borkener Sicht – Rekordkulisse mit starken 2.681 Zuschauern in der Margon-Arena konnten sie vor allem im dritten Satz ein klares Ausrufezeichen setzen. Für den aktuellen Tabellen-Neunten war zugleich eine Premiere in der Dresdner Arena und zugleich der der vierte Auftritt der Skurios Volleys im Free-TV auf Sport1 in dieser Saison.
Es spricht für die Skurios Volleys, dass der Dresdner SC, der am Donnerstag noch im CEV-Pokal einen klaren 3:0-Erfolg in eigener Halle feierte, zum Spielbeginn um 17:15 Uhr seine erfahrenen Spielerinnen nicht schonte. So stand etwa Diagonalangreiferin Marta Levinska, aktuell eine der Top-Scorerinnen der Liga, in der Starting Six. Der Auftaktsatz verlief bis zum 9:5 offen, dann setzte sich Dresden mit einer Aufschlagserie ab. Die Gastgeberinnen erhöhten den Druck, hatten eine sehr gute Blockabwehr und nutzten ihre Chancen konsequent. Skurios-Trainerin Danuta Brinkmann reagierte mit Auszeiten, versuchte Ruhe ins Spiel zu bringen und die Annahme zu stabilisieren, kam aber zu selten in längere eigene Punktserien. „Im ersten Satz haben wir uns mit zu vielen Eigenfehlern das Leben schwer gemacht. Gegen den Dresdner SC reicht das einfach nicht“, sagte sie später. „Im ersten Satz hatte ich gar nicht das Gefühl, dass die Abstände so deutlich sind“, schilderte Kapitänin Fabienne Coenders ihre Sicht.
| Gewerbliche Anzeige |
![]() Webseite besuchen |
![]() Jetzt Webseite besuchen |
Auch im zweiten Durchgang gerieten die Gäste früh in Rückstand, was aber der Stimmung der mitgereisten Fans kaum schadete. Beim 11:6 und 14:7 wuchs der Abstand des DSC aber weiter an. Danuta Brinkmann wechselte nun mehr, suchte nach mehr Stabilität in Annahme und Abwehr. Bei den Challenges aber bewies sie ein gutes Händchen, gleich zwei Mal hatte sie in diesem Satz Erfolg und die Punkte wanderten zu den Skurios Volleys. Es waren kleine, aber wichtige Zeichen, dass das Team aufmerksam blieb und sich nur schwer abschütteln ließ. „Ich habe bewusst viel gewechselt, um zu schauen, wer heute den besten Rhythmus findet“, erklärte Brinkmann. Trotz des erneut recht klaren 25:16 war das Spiel in dieser Phase strukturierter.
Der dritte Satz bestätigte diesen Eindruck. Der Aufsteiger aus dem Westmünsterland wurde nun mutiger, stand besser im Block und der Feldverteidigung und kam über das schnelle Spiel häufiger zu Punkten. Nach einem 12:8-Rückstand folgten drei Punkte in Serie, später noch einmal drei zum 18:15. Beim 19:18 war gar der Anschluss da und Dresdens Trainer Alexander Waibl nahm jetzt sogar eine Auszeit. So richtig brachte diese aber nichts, weil die Skurios Volleys weiterhin Druck machten und bis zum 24:21 dranblieben.
„Im dritten Satz war klarer, wie wir auftreten wollen. Wir haben mutiger agiert und sind ins schnelle Spiel gekommen“, blickte Danuta Brinkmann nach Spielende zurück. Bis in die Crunchtime war es ein offener Schlagabtausch, Kleinigkeiten hätten am Ende entschieden. Kapitänin Fabienne Coenders ergänzte, solche Spiele zeigten, was möglich sei, wenn das Team mutig bleibe.
Mit 25:21 ging auch dieser letzte Satz an den Favoriten. Bei der MVP-Ehrung erhielt Dresdens Außenangreiferin Jette Kuipers Gold, Borkens jüngste Spielerin und Diagonalangreiferin Marika Loker wurde mit Silber ausgezeichnet.
Neben dem Sportlichen blieb die Atmosphäre in der Margon-Arena in Erinnerung. Für die Skurios Volleys war es ein besonderer Moment, erstmals dort aufzulaufen, nachdem in den beiden Vorjahren gegen den VCO Dresden jeweils in dessen Heimhalle gespielt worden war. Ein Dresdner Zuschauer brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Schön, dass ihr in der 1. Liga seid.“
Auch in Sachsen war die Unterstützung aus dem Borkener Auswärtsblock deutlich hörbar. Trotz der Niederlage blieb bei den Skurios Volleys das Gefühl, in einem anspruchsvollen Umfeld weiter gewachsen zu sein und auf dieser Bühne Schritt für Schritt anzukommen.





