Kreis Borken begrüßt fünf Studierende der Allgemeinmedizin zum Praxismonat
Kampagne „Hand aufs Herz“ geht in die nächste Runde und gibt Einblicke in den öffentlichen Gesundheitsdienst
KREIS BORKEN | pd | „Ich hoffe sehr, dass es Ihnen gefällt und Sie einen guten Eindruck von unserer Region bekommen“ – mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Kai Zwicker die fünf Medizinstudierenden, die am „Praxismonat Allgemeinmedizin“ teilnehmen. Zum mittlerweile 27. Mal hat der Kreis Borken zur Teilnahme an diesem Programm aufgerufen. Das Ziel ist, den angehenden Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit zu bieten, Praxisluft in Arztpraxen und im Krankenhaus zu schnuppern und das Westmünsterland als möglichen künftigen Arbeits- und Wohnort kennenzulernen. Der Praxismonat gehört zur kreisweiten Kampagne „Hand aufs Herz: Ärztinnen und Ärzte in den Kreis Borken“.
Neben Landrat Dr. Zwicker begrüßten auch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Dr. med. Katrin Waurick, ärztliche Leiterin des Fachbereichs Gesundheit des Kreises Borken, sowie Regina Kasteleiner, Praxismonat-Koordinatorin des Kreises Borken, die aktuellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie betonten: „Wir wollen Ihnen die Möglichkeit einer guten Famulatur bieten und dabei zudem Geschmack auf das Westmünsterland als attraktive Region zum Arbeiten und Leben vermitteln.“
Die Medizinstudierenden kommen erneut aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands in den Kreis Borken. „Das freut uns besonders, denn dem Kreis Borken ist es ein wichtiges Anliegen, ärztlichen Nachwuchs für unseren Raum zu gewinnen“, sagt Dr. Ansgar Hörster. Er lobte zudem das große Engagement der beteiligten Ärztinnen und Ärzte, die stets für eine individuelle Betreuung in den Arztpraxen sorgen. Am Praxismonat nehmen dieses Mal folgende Medizinstudierende teil:
- Janna Nelke von der Uni Bochum (Praxis Dr. Yilmaz-Neuhaus in Ahaus)
- Christina Stanislav von der Uni Duisburg-Essen (Praxis Dr. Malyar in Ahaus)
- Mary Aluko von der Uni Bochum (St. Marien-Krankenhaus in Ahaus)
- Jonas Fahrensohn, Charite Berlin, Gebürtig aus Ahlen; (Praxis Dr. Schmitt in Velen)
- Emma Grotenburg, Charite Berlin, Gebürtig aus Duisburg, (Praxis Dr. Schrage in Legden)
Um die Studierenden über die mannigfaltigen Aufgaben des Gesundheitsamtes zu informieren, verbrachten diese ihren ersten Tag im Kreishaus. Hier erhielten Sie zunächst von Dr. med. Katrin Waurick einen kurzen Überblick über die Kernaufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes: Gesundheitsschutz, Prävention und Gesundheitsförderung, Beratung und Information sowie Koordination und Steuerung. Vertiefende Einblicke erhielten die Studenten sodann in den einzelnen Fachabteilungen Infektionsschutz, Kinder- und Jugendgesundheit, Psychosoziale Gesundheit sowie im Pharmazeutischen Dienst. Das primäre Ziel der Tätigkeit im Gesundheitsamt, so Frau Dr. med. Waurick, sei der Bevölkerungsschutz. In den Fokus rücke hierbei immer mehr die Prävention.
| Gewerbliche Anzeige |
![]() Webseite besuchen |
![]() Jetzt Webseite besuchen |
Zum Abschluss des ersten Tages erhielten die Studierenden Einblicke in die Leitstelle der Feuerwehr. Hier berichtete der Leiter der Kreisleitstelle, Stephan Kruthoff, darüber, wie der Kreis Borken im Bereich des Rettungsdienstes aufgestellt ist und wie Künstliche Intelligenz dabei unterstützen kann, Menschen in Notsituationen noch schneller zu helfen.
Zum Hintergrund:
Den Weiterbildungsverbund „Hand aufs Herz: Ärztinnen und Ärzte in den Kreis Borken“ hat der Kreis Borken gemeinsam mit allen Krankenhäusern im Kreisgebiet und vielen Arztpraxen ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, junge Medizinerinnen und Mediziner für das Westmünsterland zu interessieren, damit sie hier künftig als Krankenhaus- oder niedergelassene Ärzte tätig werden. Darüber hinaus bietet der „Praxismonat Allgemeinmedizin“ attraktive fachliche Zusatzangebote, wie beispielsweise die Teilnahme an einem Naht- und Knotenkurs sowie das praktische Arbeiten am „DaVinci“-Simulator im European Robotic Institute am St. Antonius-Hospital in Gronau. Besonderer Vorteil für die Studierenden: Der Praxismonat wird auf die während des Medizinstudiums erforderliche Famulatur-Zeit („Praktikums-Zeit“) angerechnet. Allgemein sind viele der Studierenden danach auch ein weiteres Mal für eine Famulatur oder ein „Praktisches Jahr“ in den Kreis Borken zurückgekommen.





