Bildungskonferenz im Forum Mariengarden – „Bleibt alles anders – Veränderung gestalten“
Impuls von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Mariengarden zum Beginn der Veranstaltung
BURLO | bd | Am Donnerstagnachmittag war das Forum Mariengarden anlässlich der Bildungskonferenz, zu der der Kreis Borken ins Forum Mariengarden nach Burlo eingeladen hatte, mit Vertretern/Vertreterinnen aus Schule, Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen gut besucht. Gleich nach der offiziellen Begrüßung der Gäste durch Elisabeth Büning (Kreis Borken), Landrat Dr. Kai Zwicker und Stephan Krems von der Bezirksregierung Münster kamen Schüler und Schülerinnen sowie einige Erwachsene aus der Region in einem Video-Einspieler mit Statements zum Leitthema „Veränderungen“ zu Wort.
Die Mariengardener Schülersprecher Helena Ebber und Felix Roring griffen das Thema ebenfalls auf und beschrieben die Ergebnisse einer zuvor durchgeführten Schülerbefragung. Der Wunsch, in der schulischen Ausbildung mehr Selbstverantwortung übernehmen zu können und deutlich mehr mit lebensnahen Themen wie Steuerrecht, Versicherungswesen und Vertragsgestaltungen konfrontiert zu werden, stand dabei ganz oben auf der Liste. Darüber hinaus seien sich die Befragten einig gewesen, dass das Potenzial künstlicher Intelligenz (KI) in den Schulen nicht hinreichend genutzt werde. Es gehe nicht darum, zu verstehen, wie KI funktioniert, sondern darum, wie diese sinnvoll eingesetzt werden könne.

Die Veränderung in den Bildungssystemen gerade durch den immer bedeutungsvoller werdenden Einsatz künstlicher Intelligenz veranschaulichte im Anschluss die Bildungsexpertin Myrle Dziak-Mahler im Rahmen eines Impulsvortrags, der den Grundstein für anschließende Diskussionen legte. Sie verdeutlichte vor allem, wie rasant sich KI entwickelt und wie schwerfällig der Mensch – auch in den unterschiedlichen Bildungssystemen – auf diese Entwicklung reagiert. Am Ende des Tages wurde deutlich, dass bislang geübte Praktiken im Schulalltag überdacht und neu ausgerichtet werden müssen, um mit der sich immer schneller verändernden Welt Schritt halten und die jungen Menschen auf ein Leben nach der Schule bestmöglich vorbereiten zu können. Bisher angewandte Mechanismen, beginnend bei den eigenen, wahrgenommenen Kompetenzen bis hin zu den üblichen Bewertungsmaßstäben seien mittlerweile obsolet und müssten neu gedacht werden, zog die Bildungsexpertin – veranschaulicht durch diverse Beispiele eigener Erfahrungen – ein erstes Fazit. Veränderung gestalten statt erleiden war in diesem Zusammenhang nicht nur Titel ihres Vortrages, sondern gleichzeitig auch Empfehlung in Richtung des Auditoriums.
Die Themen wurden im Anschluss in unterschiedlichen Austauschrunden unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Veranstaltung diskutiert.




