Gaststätte „Torhaus bei Moni“ – Schöne Aktion am Rande des Burloer Schützenfestes

Gaststätte „Torhaus bei Moni“ – Schöne Aktion am Rande des Burloer Schützenfestes
Zur Abwechslung ein Abendessen bot Monika Dygner den ukrainischen Gästen - Foto: pd

Gastwirtin Monika Dygner spendiert Abendessen für ukrainische Gäste

BURLO | bd/pd | Als Gastwirtin Monika Dygner vor einem halben Jahr ankündigte, die historische Burloer „Klosterpforte“, die lange Zeit geschlossen war und zu verfallen drohte, unter dem Namen „Torhaus bei Moni“ aus dem Dornröschenschlaf zu holen, rief dieser Plan zunächst einmal viele Kritiker auf den Plan. Jetzt, nach nur wenigen Monaten sind die kritischen Stimmen bereits verstummt, hat sich die neue „Kneipe“ am Burloer Alexanderplatz bereits als Treffpunkt für viele Burloerinnen und Burloer etabliert. Dies ist nicht zuletzt dem freundlichen Gastro-Team und den Ideen der in Ramsdorf beheimateten Dygner zu verdanken.

Anlässlich des Schützenfestes hatte die Gastwirtin nicht nur ihr Angebot erweitert, sondern auch die kurzerhand die Geschäftszeiten geändert. „Wir haben uns überlegt, den Schützen mit ihren Familien ein Frühstücksangebot zu unterbreiten, was offensichtlich sehr gut angenommen wurde. Wenige Stunden nach Bekanntwerden waren fast alle zur Verfügung stehenden Tische ausgebucht“, berichtet Dygner im Gespräch mit Burlo-Direkt. Viele der Gäste hätten bereits für das Schützenfest 2023 einen Tisch reserviert.

Dass die freundliche Gastwirtin nicht nur ein großes Herz für die Burloer Bevölkerung hat, bewies sie gestern Abend bei einer besonderen Aktion. „Am späten Nachmittag beobachtete ich einen Bus, der am Alexanderplatz stoppte und aus dem viele der im Kloster Mariengarden untergebrachten Gäste aus der Ukraine ausstiegen. Angesichts der vielen Lebensmittel, die vom Frühstücksangebot übrig geblieben waren, habe ich dann spontan die Gruppe zum Abendessen eingeladen“, beschreibt die Gastwirtin ihre Aktion. Mehr als 30 Frauen und Kinder, die wenige Wochen zuvor aus der Ukraine geflüchtet waren und seitdem als Gäste in Burlo leben, nahmen das Angebot dankend an. Für sie war die Einladung eine willkommene Abwechslung zum sonst recht eintönigen Alltag, der vor allem mit Kriegs-Nachrichten und Bildern aus ihrer Heimat wenig Erfreuliches zu bieten hat.

Wir finden, dass diese spontane Aktion der Gastwirtin eine tolle Sache war, die viele Nachahmer finden sollte. In der Gastronomie übrig gebliebene Lebensmittel auf dem Müll zu entsorgen ist eine wenig nachhaltige Methode, es geht aber auch anders, wie diese Einladung beweist.


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