Skurios Volleys – Klarer 3:0-Sieg gegen Stralsund

Skurios Volleys – Klarer 3:0-Sieg gegen Stralsund
Fabienne Coenders wurde zur wertvollsten Spielerin des Matches gewählt. (Foto: Tom Schulte)

Borkens Volleyballerinnen somit inoffiziell „Herbstmeister“ der 2. Liga

BORKEN | pd | Es war am Samstagabend um 20.46 Uhr, als den Verantwortlichen der Skurios Volleys nach einem Stralsunder Aufschlagfehler zum 25:12-Endstand eine riesige Last abfiel. Zu nervenaufreibend waren die zurückliegenden Tage aufgrund von Erkrankungen einiger Spielerinnen und des Coaches Chang Cheng Liu selbst. Während letzterer genauso wie Anika Brinkmann sich aber wegen abklingender Erkältungs- und Grippe-Erkrankung schon wieder besser fühlten und auf bzw. am Spielfeld standen, fehlten die beiden Liberas Johanna Müller-Scheffsky und Ermira Kozl’onkov komplett. Das unerwartet klare Endergebnis des Spitzenspiels, in der Borkener Mergelsberg-Sporthalle trafen den Tabellenführer und der Tabellenzweite aufeinander, überraschte dann doch: mit einen ungefährdeten 3:0 (25:21, 25:22, 25:12) blieben auch diese drei Punkte beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer, der somit seinen Vorsprung auf die Stralsunder WIldcats vorerst auf vier Punkte ausbaut.

„Ich kann gar nicht oft genug betonen was diese drei Punkte wert sind unter diesen Voraussetzungen“, strahlte wenig später ein überglücklicher Markus Friedrich und bezog sich dabei bewusst auf die Krankheitsprobleme der beiden Teams. Für seine Skurios Volleys hatte er ein „Riesen-Riesen-Kompliment“ dabei. „Dass wir das so eindeutig machen konnten, ist ein Riesen-Ding“, strahlte er mit seinen Spielerinnen um die Wette. Sein Gegenüber, Co-Trainer Erik Prochnio in Vertretung seines erkrankten Chefs Robert Hinz, konnte selbst nur anmerken, dass diese Woche allen noch in den Knochen stecken würde. Ob sein Chef nach dieser Niederlage sein Ritual fortsetzen würde, bereits seit einigen Monaten trug er jeweils rote Schuhe und holte damit immer mindestens einen Punkt, war ihm jedoch nicht bekannt. „Vielleicht gibt es jetzt ja neuen Schuhe“, überlegte er.

Noch vor Spielbeginn musste das Borkener Trainer-Duo kräftig an der Aufstellung feilen. In die Starting Six der Skurios Volleys waren Marjolin Oskam, Zsófia Mészáros, Anastasija Simić, Doreen Luther, Żaneta Baran, Fabienne Coenders und Anika Brinkmann auf der für sie ungewohnten Libero-Position zu finden. Zur Freude der 350 Fans aber entwickelte sich zu Beginn ein munteres Spiel, in denen die Skurios Volleys gut mithalten konnten. Dass einige Borkener Bälle vermeintlich ins Aus gingen, sorgte zwar für einigen Unmut auf der Trainerbank, doch das junge Team wusste insgesamt zu überzeugen. Bis zur 2. Technischen Auszeit sah es nicht danach aus, als ob sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Dann aber fanden beide Angreiferinnen immer besser ins Spiel und auch die Block- und Feldabwehr machte einen guten Job. Ein wenig überraschend konnte der Tabellenführer schließlich nach einem Super-Block von Doreen Luther den zweiten Matchball nach 26 Minuten für sich entscheiden.

Ebenfalls 26 Spielminuten sollte der zweite Satz dauern, der schließlich auch an die Gastgeberinnen gehen sollte. Stralsund mühte sich gegen eine kompakte Borkener Abwehr, doch Abstimmungsfehler machten ihnen das Leben schwer. Zwar schmolz die Sechs-Punkte-Führung vom 11:5 schnell auf einen einzigen Zähler, doch mehr gestand das kompakt stehende Borkener Team den Gästen nicht zu. Anastasija Simić wurde zunehmend sicherer und auch Żaneta Baran sowie Fabienne Coenders setzten den Gästen stark zu. Der Druck auf den Tabellenzweiten wurde schließlich zu stark, sodass diese in einen 25:22-Sieg der Gäste einwilligen mussten.

Im dritten Durchgang dann war recht wenig von den Stralsunderinnen zu sehen. Über Zwischenstände wie 8:4, 16:6, 20:8 und 24:12 ging es schnell dem Ende entgegen. Die wenigsten Zuschauer in der Meggi hätten diesen Ausgang prognostiziert, schließlich konnten die Skurios Volleys erst einige Wochen zuvor erst im Tiebreak des DVV-Qualifikationsspiels zuhause gegen die Stralsunder Wildcats denkbar knapp mit 3:2 durchsetzen. Nun aber war eindeutig ein spielerischer Unterschied bemerkbar, sodass Borken insgesamt 13 Matchbälle hatte und den zweiten schließlich verwandeln konnte.

Als sich der anschließende Jubel ein wenig später etwas gelegt hatte, ergriffen die Spielerinnen um Fabienne Coenders, sie wurde nach dem Spiel als wertvollste Spielerin geehrt, noch einmal die Initiative und bedankten sich bei den Helfern. Selbstgebackenes war in den Tüten, welche diese an jeden Helfer überreichten und damit ihre Wertschätzung ausdrückten für ein Jahr voller hochemotionale Momente – und großen Erfolgen. Zum Abschluss geht es am 17.12. noch auf den kurzen Weg ins Volleyball-Dorf nach Dingden, Blau-Weiß Dingen empfängt dann zum Derby.

Ein Beitrag von Thomas Hacker

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