„Aa-Konferenz“: Kommunen und Kreis arbeiten beim Hochwasserschutz weiter eng zusammen

„Aa-Konferenz“: Kommunen und Kreis arbeiten beim Hochwasserschutz weiter eng zusammen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aa-Konferenz - Foto: Kreis Borken

Vereinbarung zur Schaffung eines interkommunalen Pegelsystems unterzeichnet

KREIS BORKEN | pd | Um anstehende Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Zusammenarbeit in Sachen Bocholter Aa ist es jetzt bei einer Tagung der Verwaltungsspitzen der Kreisverwaltung und der Kommunen im Einzugsbereich des Flusssystems im Borkener Kreishaus gegangen. An der einmal jährlich stattfindenden „Aa-Konferenz“ nahmen auch die Experten aus den zuständigen Fachabteilungen dieser Behörden sowie Vertreter der Bezirksregierung Münster teil. „Alle sind engagiert dabei, weitere Hochwasserschutzmaßnahmen anzugehen“, freute sich Landrat Dr. Kai Zwicker. Vor dem Hintergrund der Starkregenereignisse, die zuletzt 2016 u. a. in den Ortskernen von Ramsdorf, Gemen und Krechting zu großflächigen Überschwemmungen geführt haben, sei dies außerordentlich wichtig. Besondere Priorität erhalte dabei der Aufbau eines interkommunalen Pegelsystems für die Bocholter Aa und ihre Zuflüsse, wie Borkener Aa und Rheder Bach. Eine entsprechende Vereinbarung dazu unterzeichneten Landrat Dr. Kai Zwicker sowie die Bürgermeisterinnen Dagmar Jeske (Velen), Mechtild Schulze Hessing (Borken) und die Bürgermeister Jürgen Bernsmann (Rhede) und Thomas Kerkhoff (Bocholt). Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten zur Installation gestartet werden.

Damit können künftig die Wasserstände digital erfasst und visuell dargestellt werden, erklärte Friedel Wielers, zuständiger Abteilungsleiter im Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises und machte deutlich: „Die so gewonnenen Daten werden uns bei der gemeinsamen Bewältigung von Hoch- und Niedrigwasserereignissen helfen.“ 2024 sind überdies von den Anrainerkommunen und vom Kreis weitere technische, aber auch naturbasierte Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie an unterschiedlichen Standorten entlang der Bocholter Aa geplant. Sie resultieren vor allem aus dem interkommunalem Hochwasserschutzkonzept, das Anfang 2021 zusammen mit flächendeckenden „Starkregenkarten“ fertiggestellt worden war. Vertreter der Bezirksregierung Münster berichteten bei der Tagung zudem über den Umsetzungsstand des NRW-weiten „10-Punkte Plan Hochwasserschutz in den Zeiten des Klimawandels“.


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Dass heimische Flüsse nicht nur ein Gefährdungspotential darstellen können, sondern auch sehr schöne Seiten besitzen, mache das kürzlich in deutscher und niederländischer Sprache erschienene Buch „Bocholter Aa – überraschend anders“ deutlich, hieß es abschließend. Der reich bebilderte Band ist ein Gemeinschaftsprojekt der dortigen LEADER-Region Bocholter Aa, wie Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing für die beteiligten Kommunen berichtete. Dargestellt wird der Flusslauf von seiner Quelle bis zur Mündung in die Ijssel in den Niederlanden mit vielen spannenden Berichten „drumherum“. Das Buch ist bei den Tourist-Infos der Kommunen zum Preis von 19,80 € zu erwerben.

Zum Hintergrund:

Im Hochwasserschutzkonzept für die Bocholter Aa sind insgesamt 30 Maßnahmenvorschläge aufgeführt, beispielsweise Hochwasserrückhaltebecken, Hochwasserschutzwände, Aufweitungen an innerstädtischen Engstellen, Schaffung von natürlichen Überflutungsflächen zum Wasserrückhalt und Gewässerrenaturierungsmaßnahmen. An der Planung und Realisierung dieser Vorhaben wirken die Anrainerkommunen, der Kreis Borken und die Kommunen im seitlichen Einzugsgebiet mit. Darüber hinaus erfolgt bei der Umsetzung eine enge Abstimmungen mit der Bezirksregierung Münster sowie weiteren Akteuren, wie etwa der Landwirtschaftskammer und den Wasser-und Bodenverbänden.



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