Zur „Bulliburg“ in Oeding hatten viele der Teilnehmenden eine lange Anreise
Campingplatz-Atmosphäre im Rahmen der Mai-Meile – Die Liebhaber der VW T-Modelle sind gerne im Münsterland zu Gast
OEDING | bd | Von Freitag bis zum heutigen Sonntag hieß es bereits zum sechsten Mal: „Herzlich Willkommen zur Bulliburg.“ Im Rahmen der Oedinger Mai-Meile konnten sich Interessierte in der „Schlinge-Gemeinde“ einmal mehr davon überzeugen, dass der VW-Bulli mehr als ein nur ein Transportmittel ist. Seit vielen Jahren stehen die VW-T-Modelle als Synonym für Freiheit, Abenteuer und entschleunigendes Lebensgefühl. In diesem Jahr waren es Reisende der Bulliburg-Interessengemeinschaft mit rund 60 Young- und Oldtimern, die es sich in bester Campingplatz-Manier in Oeding gemütlich gemacht haben.
„Die ersten Teilnehmer*innen sind bereits am Freitagvormittag angereist, wobei die weiteste Anreise ein Paar mit Wohnsitz am Bodensee hat“, weiß Veranstalter Theodor Pass im Gespräch mit Burlo-Direkt zu berichten. Die Besitzer der Fahrzeuge zeigen sich den Besucherinnen und Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen und stehen gerne Rede und Antwort, wenn es um die Fahrzeug-Ausstattung und auch Motivation geht, mit den zumeist als Camper ausgestatteten Karossen auf Reisen zu gehen.
Die Frage, warum sich die T-Modelle aller Altersklassen so großer Beliebtheit erfreuen, beantwortet ein Camper, der aus Rothenburg angereist ist, so: „Er verbindet Alltagstauglichkeit mit der Freiheit, überall zu übernachten und den Alltag hinter sich zu lassen. Er ist etwas kleiner als die sonst üblichen, teilintegrierten oder integrierten Wohnmobile und ist somit auch für innerstädtischen Verkehr besser geeignet.“
Grenzen bei den technischen Ausstattungen der Fahrzeuge gibt es offenbar kaum. Elektrische Energie, die das Leben in der Natur, abseits von externen Stromanschlüssen erleichtert, beziehen viele Camper über montierte Solar-Paneele. Einige Fahrzeuge sind technisch derart aufgerüstet, dass der Fahrzeugwert unter den Liebhabern schon mal einen sechsstelligen Betrag erreichen kann. Andere Modelle hingegen wurden weitestgehend in ihrer ursprünglichen, für heutige Verhältnisse eher spartanischen Ausstattung, belassen.
Einer der Enthusiasten kommt aus dem Emsland und hat gleich als Anhänger einen halben „Bulli“ zum Camper ausgebaut, der gerade von seinem Hund bewohnt wird. Natürlich ist der Anhänger in der gleichen Farbe wie das Zugfahrzeug lackiert und ist technisch bestens ausgerüstet. Stolz ist der Besitzer vor allem auf die vielen und nicht auf den ersten Blick zu erkennenden Details. „Gebaut habe ich den Anhänger aus einem wirklich schrottreifen, alten Bulli. Und auch, wenn mein Vorhaben innerhalb meines Freundeskreises zunächst nur ein Kopfschütteln auslöste, sind heute von dem Ergebnis doch alle begeistert“, berichtet der Eigner.
Mittelaltermarkt
Nach einem Rundgang über die „Bulliburg“ nutzten viele Gäste noch die Gelegenheit, die Stände des angekündigten Mittelalter-Marktes zu besuchen. Dieser fiel in diesem Jahr allerdings merklich kleiner aus als noch im vergangenen Jahr. „Einige Standbetreiber, die sich zu diesem Markt im Vorfeld angemeldet haben, sind aus mir unbekannten Gründen ferngeblieben“, weiß ein Standbetreiber zu berichten. Dennoch hatten die Anbieter hier und da ein paar altertümliche Gewerke, eine Taverne mit Speisen und Getränken sowie teilweise skurrile Accessoires im Angebot. Einige „Walking-Acts“ in historischer Kleidung waren auch hin und wieder zwischen den VW-Bullis rund um das Burghotel zu entdecken.

Insgesamt ein „familientaugliches Angebot“ – hieß es am Ende der ersten beiden Tage im Rahmen der Oedinger Mai-Meile. Am verkaufsoffenen Sonntag folgte dann noch bei bestem Wetter ein Trödelmarkt, der wie bereits im vergangenen Jahr viele Gäste anlockte.






