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Fahrsicherheitstraining in Borkenwirthe – Sicher mit dem Pedelec unterwegs

Fahrsicherheitstraining in Borkenwirthe – Sicher mit dem Pedelec unterwegs
Fast drei Stunden Theorie und Praxis absolvierten die Teilnehmenden beim Seniorenradeln in Borkenwirthe - Foto: BD

13 Teilnehmende zeigten sich begeistert von den Ratschlägen der Polizei Borken

BORKENWIRTHE | bd | Die Mobilität wandelt sich in zunehmendem Maße und immer mehr Menschen steigen vom normalen Fahrrad aufs Pedelec als neues Fortbewegungsmittel um. Dabei sind die Unterschiede zwischen einem Pedelec und einem Fahrrad größer als manch einer vermutet. Obwohl die Endgeschwindigkeit eines Pedelecs zwar nicht unbedingt viel höher als die eines Fahrrads ist, beschleunigt dieses viel schneller. Zudem sind Pedelecs deutlich schwerer und bremsen langsamer. Unsicherheiten, die bereits beim Fahrrad bestehen, werden auf dem Pedelec häufig verstärkt. 

Unfallzahlen im vergangenen Jahr angestiegen

„Leider steigen in diesem Zusammenhang auch die Verkehrsunfallzahlen unter Beteiligung von Pedelecfahrerinnen und -fahrern in den Altersklassen der Erwachsenen und Senioren signifikant an“, berichtet Polizeihauptkommissarin Anne-Marie Selting von der Borkener Polizei. Sie leitete am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit ihrem Kollegen Polizeihauptkommissar Clemens Hanke eine Veranstaltung in Borkenwirthe, an der auf Einladung der Landfrauen Borkenwirthe (Angelika Becker-Hardt) 13 Seniorinnen und Senioren teilnahmen.

„Leider hatten wir im Kreis Borken im vergangenen Jahr erneut viele Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelec-Fahrenden. Einige von den Beteiligten wurden dabei so schwer verletzt, dass sie die Unfälle nicht überlebten. Traurige Wahrheit ist, dass einige von Ihnen heute noch leben könnten, wenn sie entsprechende Schutzkleidung, z.B. einen Helm, getragen hätten“, beschreibt Selting die aktuelle Situation. Auch in diesem Jahr habe es bereits mehrere Unfälle dieser Art gegeben. Umso wichtiger sind Trainings unter professioneller Anleitung – vor allem für Seniorinnen und Senioren.

Theorie und Praxis

Die Veranstaltung bestand aus einem umfangreichen, theoretischen Teil, in dem die Teilnehmenden auf die besonderen Gefahren im Umgang mit dem Pedelec und der Fortbewegung im Straßenverkehr hingewiesen wurden. Dabei nahmen die Beamten auch Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten, was von den Teilnehmenden positiv herausgestellt wurde. Im Anschluss ging es auf einen Übungsparcours, auf dem das zuvor erlangte theoretische Wissen umgesetzt werden konnte.

Seniorenradeln 02
Nach dem theoretischen Teil folgten die Übungseinheiten unter fachkundiger Anleitung der Verkehrssicherheitsberater/in (im Bild PHK’in Selting) auf dem Gelände vor dem „Büdeken“ – Foto: BD

Engelbert Reßmann, einer der Teilnehmenden, der seit vielen Jahren mit dem Pedelec unterwegs ist, zog am Ende der Veranstaltung ein durchweg positives Fazit zur Veranstaltung: „Alle Teilnehmenden sind seit vielen Jahren mit dem Fahrrad unterwegs und müssen immer wieder feststellen, dass Radfahrende von anderen Verkehrsteilnehmern oft übersehen werden. Von den Profis haben wir heute viele Tipps zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr erhalten. Manche der Informationen waren auch für mich neu und wertvoll. Nun kommt es darauf an, dass die Ratschläge auch von den Teilnehmenden umgesetzt werden.“

„Dieser Trainingstag hat allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele neue Erkenntnisse gebracht. Besonders positiv war die unkomplizierte Verfahrensweise, um die Sicherheitsberater nach Borkenwirthe zu holen. Allerdings sollte schon ein mehrmonatiger Vorlauf zwischen Kontaktaufnahme zur Polizei und dem stattfindenden Event eingeplant werden“, beschreibt Angelika Becker-Hardt als Organisatorin der Veranstaltung.

Verkehrssicherheitsberatung der Borkener Polizei im Einsatz in Borkenwirthe - Foto: BD
Verkehrssicherheitsberatung der Borkener Polizei im Einsatz in Borkenwirthe – Foto: BD

Verkehrssicherheitsberaterin Selting: „Wer Interesse hat, ein Sicherheits-Training mit der Polizei zu planen, kann dies ganz unkompliziert telefonisch unter der Rufnummer 02861-900 6140 oder per Mailanfrage unter vdvsb.borken@polizei.nrw.de tun. Schön wäre es, wenn mindestens acht Teilnehmende dabei wären. Dies ist ein Angebot auch für örtliche Unternehmen. Gerne kommen wir mit einem entsprechenden, zeitliche Vorlauf auch zu Ihnen.“


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