Kai Sobbe – Vom Landschaftsgärtner zum Leiter der Borkener Feuerwehr
Der 47-jährige Borkener ist bereits seit dreißig Jahren im Dienste der Feuerwehr
BORKEN | bd | Wie bereits berichtet, wurde der langjährige Leiter der städtischen Feuerwehr, Stefan Döking, in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurde Kai Sobbe, bis dato stellvertretender Wehrleiter in Borken, zu seinem Nachfolger ernannt. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, Kämmerer Norbert Nießing sowie dem Leiter des Ordnungsamtes Rene Terwolbeck stellte sich Brandamtsrat Kai Sobbe im Rahmen einer Pressekonferenz den Medienvertretern vor.
Bereits seine handwerkliche Ausbildung zum Landschaftsgärtner habe er zielgerichtet für den Eintritt in die Feuerwehr absolviert, gab er auf Nachfrage an. „Da zum Eintritt in den Feuerwehrdienst eine handwerkliche Ausbildung verpflichtend war, habe ich mich für diese Lehre entschieden. Grundsätzlich stand für mich aber vorher bereits fest, dass ich Feuerwehrmann werden wollte, was letztlich auch geklappt hat.“

Seit 30 Jahren „Feuerwehrmann“ aus Leidenschaft
Im Laufe der vielen Dienstjahre, die bereits hinter dem 47-Jährigen liegen, konnte er durch eine Vielzahl an Fortbildungsmaßnahmen sowie ein absolviertes Studium in die Wehrleitung und somit in den höheren Feuerwehrdienst aufsteigen. Sein Aufgabengebiet umfasst neben der Leitung der Feuer- und Rettungswache in Borken, die derzeit 68 Planstellen umfasst, auch die Führung der Löschzüge in den Gemeinden. Insgesamt trägt Sobbe nun Führungsverantwortung für 373 Feuerwehrangehörige, davon 266 Einsatzkräfte, 59 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 48 Mitglieder der Ehrenabteilung.
Unterstützt bei den vielfältigen Aufgaben wird er im Bereich der Berufsfeuerwehr von Hendrik Meinhardt sowie im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr von Andre Pöpping und André Klinkenberg. Neben den Aufgaben der Brandbekämpfung, dem Brandschutz und den vielfältigen Aufgaben bei Unfällen und Katastrophen kommt dem Rettungsdienst in der Borkener Wehr besondere Bedeutung zu. Dieser Bereich wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut. Um den stets wachsenden Aufgaben gerecht zu werden, wurde der Rettungsdienst am Standort Borken in den vergangenen Jahren gezielt gestärkt.
Löschzüge in den Ortsteilen gut aufgestellt
Die Löschzüge in den Ortsteilen verstärken nicht nur die hauptamtliche Wehr an 365 Tagen im Jahr, sondern können vielfältige Einsatzlagen völlig autark bewältigen – und dies ehrenamtlich. „Die Zusammenarbeit zwischen der hauptamtlichen und der Freiwilligen Feuerwehr ist unverzichtbar. Insofern liegt es auch in der Bestrebung der städtischen Verwaltung, das Personal sowie Liegenschaften entsprechend gut auszurüsten und auf den technisch und räumlich besten Stand zu bringen“, betonen Bürgermeisterin Schulze Hessing sowie Norbert Nießing unisono. Geplante Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen in Gemen und Burlo sind bereits in der Planungsphase, die Feuer- und Rettungswache Borken bereits im Neubau weit fortgeschritten.
Insofern stehen dem neuen Leiter der Borkener Feuerwehr viele herausfordernde Aufgaben bevor, denen er sich ab sofort stellen wird. Dazu zählen auch die vorbereitenden Maßnahmen für den Umzug in die neue Feuer- und Rettungswache am Standort Raesfelder Straße/B70.



