Gemeinde Südlohn berichtet von Fischsterben in der „Schlinge“
Nach derzeitiger Einschätzung wird von ca. 100 toten Fischen ausgegangen
SÜDLOHN / OEDING | pd | In der Schlinge wurde aktuell ein Fischsterben festgestellt. Ursache ist der sehr niedrige Sauerstoffgehalt im Gewässer. Der Sauerstoffgehalt im Wasser wird durch Mitarbeiter*innen des Zentralklärwerks immer genauestens im Blick gehalten. Dadurch konnte das Fischsterben frühzeitig durch die Beschäftigten festgestellt werden.
Wichtig ist: Nach aktuellem Kenntnisstand liegt keine Fehleinleitung vor.
Nach der langen Trockenperiode haben die jüngsten Regenfälle eine hohe Schmutzfracht in die Gewässer gespült. Die darin enthaltenen organischen Stoffe werden von Mikroorganismen abgebaut. Für diesen Abbau wird Sauerstoff benötigt – es kommt zu einer sogenannten Sauerstoffzehrung. Dabei wird mehr Sauerstoff verbraucht, als im Gewässer nachgebildet werden kann. Der Sauerstoffgehalt sinkt dadurch so stark, dass Fische und andere Wasserorganismen nicht mehr ausreichend Sauerstoff zur Verfügung haben.
Als eingreifende Maßnahme wurde sofort Kontakt mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Borken aufgenommen und die Situation gemeinsam mit dieser und mit der Feuerwehr vor Ort in Augenschein genommen. Die aktuelle Situation betrifft laut Auskunft der Unteren Wasserbehörde nicht nur die Schlinge, sondern auch andere Gewässer.
Nach Einschätzung der Unteren Wasserbehörde waren keine weiteren Maßnahmen, bis auf die Entnahme der toten Fische, zu veranlassen. Daher wurden die toten Fische unverzüglich gemeinsam von Mitgliedern des Angelsportvereins ASV Oeding e.V. und Beschäftigten des gemeindlichen Bauhofes aus dem Gewässer entfernt. Die Gemeinde bedankt sich recht herzlich für die Unterstützung des ASV Oeding e.V.
Die Gemeinde beobachtet die Situation weiterhin und wird darüber informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Quelle: Gemeinde Südlohn




