Land NRW legt Förderprogramme in Höhe von rund 287 Millionen Euro für den Hitzeschutz auf
Landesregierung handelt entschlossen zum Schutz der Menschen in Nordrhein-Westfalen
NRW | pd | Ende Juni 2026 erlebten Deutschland und Nordrhein-Westfalen eine Hitzeperiode von historischer Dimension. Aufbauend auf bereits bestehenden Aktivitäten zum gesundheitsbezogenen Hitzeschutz hat das Gesundheitsministerium unmittelbar im Anschluss an die Hitzewelle damit begonnen, diese im Dialog mit den Partnerinnen und Partnern aus dem Bereich Gesundheit und Pflege aufzuarbeiten. Als direkte Konsequenz handelt die Landesregierung entschlossen und will zwischen 2027 und 2030 Mittel in Höhe von 286,6 Millionen Euro im Rahmen von drei Förderprogrammen bereitstellen, um Menschen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und der eigenen Häuslichkeit bei zukünftigen Hitzewellen besser zu schützen. Diese umfassen Klimatisierungsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen und gezielte Arbeit in den Kommunen für die Menschen vor Ort. Flankiert werden die Maßnahmen des Landes durch eine Förderung der SozialstiftungNRW in Höhe von 20 Millionen Euro für die Klimatisierung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Gesundheitsminister Laumann hat die Förderprogramme am Freitag, 4. September 2026, in Düsseldorf vorgestellt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sommer 2026 hat deutlich gemacht, welche Folgen zunehmende Hitze und Extremwetterlagen für unser Land haben. Trockenheit, Wald- und Vegetationsbrände, Niedrigwasser und gesundheitliche Belastungen durch extreme Hitze sind keine abstrakten Szenarien – sie sind Realität. Diese Entwicklungen nehmen wir sehr ernst und handeln entschlossen. Es macht mich betroffen, dass die jüngste Hitzeperiode gerade ältere und vorerkrankte Menschen schwer getroffen hat, durchaus auch mit tödlichen Folgen. Darauf reagieren wir konsequent. Hitzeschutz ist für uns eine dauerhafte Aufgabe – in der Gesundheitsversorgung und Pflege genauso wie im Bevölkerungsschutz.“
„Wir treiben die Klimaanpassung, und damit den Schutz der Menschen vor den Folgen des Klimawandels, konsequent voran. Mit dem Klimaanpassungsgesetz hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland einen verbindlichen Rahmen geschaffen. Mit der im Juli 2026 beschlossenen Zukunftsoffensive NRW gehen wir den nächsten Schritt und verbinden Klimaschutz, Klimaanpassung und wirtschaftliche Modernisierung. Denn weiterhin gilt: Der beste Schutz vor solchen Extremen ist konsequenter Klimaschutz“, so der Ministerpräsident weiter.
„Eine Hitzeperiode wie Ende Juni haben wir in Deutschland und Nordrhein-Westfalen noch nicht erlebt und sie wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. Die extremen Temperaturen und die fehlende Abkühlung in den Nachtstunden über elf aufeinanderfolgende Tage waren eine starke Belastung für alle Menschen im Land und das Gesundheitswesen. Die Beschäftigten in den Krankenhäusern, im Rettungsdienst, in den Pflegeeinrichtungen und in den sonstigen medizinischen Einrichtungen haben größtmöglichen Einsatz gezeigt – teilweise bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Sie verdienen unser aller Respekt und Dankbarkeit. Die Strukturen im Gesundheitswesen haben sich grundsätzlich bewährt, aber: die extreme Hitze hat uns auch deren Grenzen aufgezeigt. Schätzungen des Robert Koch-Instituts gehen für Nordrhein-Westfalen aktuell von 3.150 hitzebedingten Sterbefällen in diesem Sommer aus. Diese schreckliche und überdurchschnittlich hohe Zahl führt uns deutlich vor Augen, was wir befürchten mussten: Die Hitzewelle hat viele Leben gekostet. Es steht daher außer Frage, dass wir uns im Umgang mit extremer Hitze verbessern können und müssen, denn aufgrund des Klimawandels ist davon auszugehen, dass solche Perioden künftig häufiger vorkommen werden”, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Quelle: Land NRW





