Dragonboat-WM in Taiwan – Karl-Heinz van Hall erkämpft sich mit den „Kurpfalz-Dragons“ Silber und Bronze
Burloer zeigt sich überwältigt vom Austragungsort und von der perfekten Organisation der WM im chinesischen Meer
BURLO / TAIWAN | pd | Dass der Burloer Karl-Heinz van Hall als Mitglied des „Kurpfalz Dragonboat-Teams“ aus Mannheim schon an vielen Meisterschaften dies- und jenseits der Landesgrenze teilgenommen hat, ist zumindest im hiesigen Münsterland hinreichend bekannt. Ein Austragungsort wie der, an dem der Senior nun an Meisterschaftswettkämpfen teilgenommen hat, ist auch für den alten „Paddel-Hasen“ schon etwas ganz Besonderes. Die Rede ist von den 15. Club Crew World Championships in Hualien auf Taiwan, der asiatischen Insel, die rund 180 Kilometer östlich des chinesischen Festlands im chinesichen Meer liegt.
„Bereits die unglaubliche Eröffnungsfeier der Veranstaltung der „International Dragon Boat Federation“ (IDBF) war sensationell. Rund 5.500 Paddler aus 21 Nationen mit 180 Teams versammelten sich nach einem Straßenumzug vor einer bemerkenswerten Bühne, auf der die Veranstalter ein farbenfrohes Showfeuerwerk zündeten, bevor es dann an den folgenden Tagen auf die Regattastrecke ging,“ beschreibt van Hall die ersten Eindrücke.

Insgesamt gab es bei den sechstägigen Meisterschaften rund 450 Einzelrennen, wobei van Hall mit den „Kurpfalz Dragons“ einmal Silber und dreimal Bronze im Team Ü60 abräumte. Und dies bei extremen Bedingungen, wie der Sportler nach seiner Rückkehr beschreibt. Inmitten der Regenzeit hatten die Wettkämpfer nicht nur mit der ohnehin hohen Luftfeuchtigkeit und den extremen Temperaturen zu tun, sondern auch mit erheblichen Regenmengen, was das Wettkampfgeschehen nicht gerade erleichterte. Umso mehr konnte sich das Team, das sich aus aktiven bzw. ehemaligen Nationalmannschaftsteilnehmern zusammensetzt, über die Erfolge in den unterschiedlichen Bootsklassen freuen.


Dass van Hall als Schlagmann beim Rennstart das Karbon-Paddel brach und das Team dennoch eine Medaille erobern konnte, zeigt nicht nur, welche Kräfte da wirken, um das rund 2,8 Tonnen schwere Boot in Fahrt zu bringen, sondern auch, welch bemerkenswerter Teamgeist bei den „Kurpfalz-Dragons“ vorherrscht.
Mit vielen neuen Eindrücken und einer bemerkenswerten Erweiterung der Pokal- und Medaillensammlung kehrte der Burloer, der auch im Borkener Dragonboatclub e.V. aktiv ist, nun in seine Heimat zurück. Wir sagen herzlichen Glückwunsch zu den sportlichen Erfolgen der „Kurpfalz-Dragons“.



