Polizeiliche Wochenbilanz zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
Alkoholisierter Fahrzeugführer baut erst Unfall und macht sich anschließend aus dem Staub
KREIS BORKEN | pd | Erst kollidierte er mit einer Hauswand, dann fuhr er davon: Ein Autofahrer ist am Sonntagnachmittag auf der Gartenstiege in Ahaus in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen. Anschließend ist er gegen eine Hauswand geprallt und weggefahren.
Der Mann setzte nach dem Zusammenstoß seinen Wagen zurück, fuhr einige Meter weiter und stellte das Fahrzeug ab. Dort schraubte er die Kennzeichen ab und entfernte sich von der Unfallstelle. Aufmerksame Zeugen beobachteten das Geschehen und verständigten die Polizei. Als der Mann kurze Zeit später zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, warteten die Beamten bereits auf ihn.
Mit 1,46 Promille unterwegs
Sie stellten Anzeichen auf Alkoholkonsum fest und brachten ihn zur Polizeiwache nach Ahaus. Ein dort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,46 Promille. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Zudem stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Sie leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein.
Insgesamt traf die Polizei 15 Verkehrsteilnehmer an, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilnahmen. In allen Fällen entnahm ein Arzt eine Blutprobe. Die Beamten leiteten entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Im Nordkreis stellte die Polizei neben dem bereits geschilderten Fall in Gronau einen weiteren alkoholisierten Autofahrer fest. In Ahaus und Heek war jeweils ein Autofahrer alkoholisiert unterwegs. Zudem standen in Gronau zwei und in Ahaus drei Autofahrer unter Drogeneinfluss. In Stadtlohn führte ein Mann seinen Wagen ebenfalls unter dem Einfluss von Drogen.
Im Südkreis stellten die Beamten einen alkoholisierten Autofahrer in Isselburg sowie einen in Borken fest. Darüber hinaus saßen in Borken drei Autofahrer unter Drogeneinfluss am Steuer.
Appell der Ordnungshüter – Hände weg von Alkohol und Drogen
Die Polizei appelliert erneut eindringlich: Hände weg von Alkohol und Drogen! Wer im Straßenverkehr berauscht ein Fahrzeug führt, bringt sich und andere in Gefahr – unabhängig davon, ob man mit dem Auto, dem Pedelec, dem Fahrrad oder einem E-Scooter unterwegs ist. Bereits geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen. Es drohen empfindliche Strafen oder der Verlust der Fahrerlaubnis. In vielen Fällen wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich.





