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Sanierung des Straßen- und Wegenetzes – Was geplant ist und wo es in Burlo hakt

Sanierung des Straßen- und Wegenetzes – Was  geplant ist und wo es in Burlo hakt
L600 (Borkener Straße) im Bereich Burlo - Sanierung geplant für 2027 - Foto: BD

L600 (Borkener Straße) im beklagenswerten Zustand – Sanierung soll 2027 erfolgen

BURLO | bd | Als wäre die innerörtlich spürbar zunehmende Verkehrsbelastung für die Burloer*innen noch nicht genug, zeigen sich die Gemeindemitglieder vor allem vom Zustand der Hauptverkehrsader zwischen der Kreisstadt und dem Gemeindegebiet mittlerweile richtiggehend genervt. Wer beispielsweise mit dem Kraftfahrzeug von Burlo nach Borken unterwegs ist und dazu die Borkener Straße (L600) befährt, kommt aus dem Staunen über den miserablen Straßenzustand gar nicht mehr raus. Zusehends tiefer werdende Schlaglöcher und Bodenwellen insbesondere auf dem Teilstück zwischen dem Kreisverkehr am Ortsausgang Burlo und der Kreuzung Borkener Straße/Engeland Esch/Heidekamp reihen sich dicht an dicht hintereinander.

In Gegenrichtung – Ausgangs der langgezogenen Rechtskurve zwischen der Einmündung Schlichtenhorst und dem Kreisverkehr – wird es für den Kraftfahrzeugverkehr sogar gefährlich. Dort befinden sich derartige Fahrbahnabsenkungen, dass ein gefahrloses Befahren bei der aktuell zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h kaum mehr möglich ist. Insbesondere auf regennasser Fahrbahn müssen die Verkehrsteilnehmer große Vorsicht walten lassen, um nicht in den Gegenverkehr getragen zu werden. In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist auch der dort befindliche Radfahrweg. Auch dieser ist aufgrund von Verwerfungen in der Asphaltschicht in einem eher beklagenswerten und aus Sicht der Nutzer in einem risikobehafteten Zustand.


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Bereits seit Jahren mahnen die Bürgerinnen und Bürger dringenden Sanierungsbedarf an – bislang ohne Erfolg. Vor dem Hintergrund der politischen Entscheidungen auf Bundesebene, nach denen Milliarden Euro zur Sanierung der Infrastruktur bereitgestellt und auf die Bundesländer zur sachgerechten Nutzung aufgeteilt wurden, hoffen nun viele Menschen in der Region endlich auf Besserung.

Wir haben mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW gesprochen und wollten wissen, wann die L600 nun tatsächlich saniert werden soll. Antwort der Verantwortlichen: „Der Zustand der L600 ist uns bekannt und durch die Straßenmeisterei dokumentiert. Nach jetzigem Stand ist die Sanierung der L600 zwischen Burlo und Borken für das kommende Jahr vorgesehen. Eine genaue Eintaktung erfolgt bei der Aufstellung des Bauprogramms für das Jahr 2027.“

Lückenschluss des Radwegenetzes zwischen Vardingholt und Burlo vertagt – Ausbauzeitpunkt nicht absehbar

Ende 2022 wurde die L572 zwischen den Ortslagen Südlohn-Oeding und Burlo nach langen und umfangreichen Umbauarbeiten für den Verkehr wieder freigegeben. Vorangegangen war neben der Sanierung der Fahrbahn vor allem die Neuanlage eines durchgehenden und vom Kraftfahrzeugverkehr getrennten Radweges zwischen den beiden Gemeinden. Kurze Zeit später wurde eine ähnliche Baumaßnahme zwischen Rhede und Rhede Vardingholt in Angriff genommen. Auch dort wurde der Querschnitt der Fahrbahn verbreitert und ein neuer Radweg angelegt, der den Radfahrenden ein weitestgehend gefahrloses Befahren der Strecke zwischen Rhede und Vardingholt ermöglicht. Im Zuge dieser Baumaßnahmen hieß es seitens des Baulastträgers, dass als nächster Bauabschnitt der Teilbereich zwischen Burlo und Vardingholt vorgesehen sei, um die bestehende Ausbaulücke zwischen Südlohn-Oeding und Rhede zu schließen und dem Radverkehr ein sicheres Befahren der Straße zu ermöglichen. Diese Maßnahme sei ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Radverkehrs und solle zeitnah erfolgen, so Straßen.NRW-Regionalleiter Manfred Ransmann anlässlich der Straßenfreigabe im September 2024 (siehe BD-Berichterstattung).


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Straßen.NRW teilt dazu auf Anfrage mit: „Der Radwegeneubau und Ausbau an Landes- und Bundesstraßen ist eine grundlegende Zielsetzung von Straßen.NRW. Bei der L572 zwischen Burlo und Rhede handelt es sich um eine Strecke mit einem so genannten überbreiten Querschnitt. Bei diesen Strecken sind wir bestrebt, diese sukzessive zugunsten einer Neuaufteilung des Querschnitts mit einem baulich getrennten Geh- und Radweg umzugestalten. Für eine Priorisierung bei der Umsetzung dieser Umgestaltungen in unserem Niederlassungsgebiet betrachten wir auch den Straßenzustand. Dieser ist bei der L572 soweit in Ordnung, dass wir die Umgestaltung perspektivisch planen, aber derzeit noch keinen Umsetzungszeitraum nennen können.“

Insofern dürfte noch einige zeit ins Land gehen, bis die Radfahrenden gefahrlos zwischen den Gemeinden Burlo und Rhede verkehren können.

Kreisstraße 40 (Dunkerstraße) wurde nach wiederkehrenden Baumaßnahmen an der Kanalisation zum Flickenteppich

Einen weiteren, äußerst beklagenswerten Zustand gibt es innerhalb der Gemeinde auf der Kreisstraße 40 (Dunkerstraße) zwischen Weseke und Burlo. Nachdem die Kreisstraße erst Ende September 2023 nach umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen für den Verkehr wieder freigegeben wurde, gab es auf dem Teilstück der innerörtlichen Wohnbebauung zwischen den Einmündungen Reckershardt und Borkener Straße in kürzeren Zeitabständen wiederkehrend Baustellen, die aufgrund schadhafter Kanalisation (Burlo-Direkt berichtete) eingerichtet wurden.

Baustelle Dunkerstraße (hier: Fahrtrichtung Weseke) - Ende voraussichtlich 24.07.2026
Baustelle Dunkerstraße (hier: Fahrtrichtung Weseke)Foto vom 13.07.2026

Am Ende der jeweils notwendigen Bauarbeiten wurde die Fahrbahndecke wieder mit einer entsprechenden Asphaltschicht repariert. In der Folge sind nun derartige Fahrbahnunebenheiten entstanden, dass von den Anliegern dringender Handlungsbedarf gesehen wird.


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„Der hier in zunehmendem Maße verkehrende Schwerlastverkehr löst aufgrund der durch Bauarbeiten entstandenen Bodenunebenheiten in den Gebäuden deutlich wahrnehmbare Erschütterungen aus. Diese belastenden Emissionen wären vermeidbar gewesen, hätte man die Fahrbahndecke nach den jeweiligen Baumaßnahmen sachgerecht wiederhergestellt. So aber ist im Verlauf der Wohnbebauung eine wahre Holperstrecke entstanden,“ bemängeln die Betroffenen.

Eine Anfrage unserer Redaktion an die Kreisverwaltung, ob Maßnahmen zur Beseitigung der Schadstellen geplant seien, ist derzeit noch offen. Sobald wir eine Rückmeldung dazu erhalten, wird nachberichtet.


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