Skurios Volleys – 0:3 Niederlage beim dreifachen Titelträger VfB Suhl
Westmünsterländerinnen kämpften um jeden Punkt
BORKEN | pd | Sechs Punkte in Folge, der Ausgleich zum 13:13 – und plötzlich waren die Skurios Volleys Borken am Samstagabend mittendrin im Spiel gegen den Deutschen Meister. Mit einer starken Aufholjagd im ersten Satz setzten die Borkenerinnen beim VfB Suhl LOTTO Thüringen ein erstes Ausrufezeichen. Auch wenn am Ende eine 0:3-Niederlage (17:25, 17:25, 14:25) zum Saisonauftakt in der Suhler Wolfsgrube stand, zeigte die Mannschaft immer wieder, dass sie den Gastgeberinnen durchaus etwas entgegensetzen konnte. Für Kira Walkenhorst war es zugleich das erste Bundesligaspiel in ihrer neuen Rolle als Trainerin der Skurios Volleys.
Die Aufgabe hätte zum Auftakt kaum anspruchsvoller sein können. Mit Suhl wartete nicht nur der amtierende Deutsche Meister, sondern auch der zoi-DVV-Pokalsieger und frisch gekürte Supercupsieger auf die Borkenerinnen. Entsprechend hoch lag die Messlatte beim ersten Auswärtsspiel der neuen Saison. „Suhl steht nicht umsonst so weit vorne und bringt sehr starke Leistungen“, ordnete Borkens Trainerin die Qualität des Gegners nach der Partie ein.
Zunächst bestimmten die Gastgeberinnen das Geschehen und setzten sich im ersten Satz auf 11:6 ab. Doch Borken fand zunehmend Antworten. Unter anderem mit einem Block von Pia Mohr gegen Hannah Hartmann machten die Skurios Volleys auf sich aufmerksam. Aus einem 7:13-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft mit sechs Punkten in Folge zum 13:13 zurück und zwang Suhl damit zur Auszeit. Auch beim 16:16 war noch alles offen. Erst in der Crunchtime gelang es den Thüringerinnen, sich entscheidend abzusetzen und den Durchgang mit 25:17 für sich zu entscheiden.
Im zweiten Satz erwischte Suhl erneut den besseren Start. Die Gastgeberinnen erspielten sich einen deutlichen Vorsprung und führten zwischenzeitlich mit 17:9. Doch auch diesmal gab sich Borken nicht geschlagen. Drei Punkte in Folge brachten die Skurios Volleys auf 18:13 heran, wenig später betrug der Rückstand beim 21:17 nur noch vier Zähler. Suhl ließ sich den Satzgewinn allerdings nicht mehr nehmen und setzte sich erneut mit 25:17 durch.
Im dritten Durchgang schickte Walkenhorst mit Hannah Rudde und Sandra Hövels zwei neue Spielerinnen in die Startaufstellung. Am Spielverlauf änderte sich jedoch wenig. Suhl zog früh davon und baute den Vorsprung über 11:4 auf 18:8 aus. Beim Stand von 24:11 sah alles nach einem schnellen Ende aus, doch die Skurios Volleys wehrten noch drei Matchbälle in Folge ab. Erst der vierte Versuch brachte den Gastgeberinnen den entscheidenden Punkt zum 25:14 und damit den 3:0-Erfolg.
Dass sich ihre Mannschaft trotz des klaren Ergebnisses nicht verstecken musste, machte Walkenhorst nach ihrem Bundesliga-Trainerdebüt deutlich. „Wir hatten Phasen, in denen wir das gezeigt haben, was wir uns vorgenommen hatten. In diesen Phasen war auch die Konzentration da“, sagte die Trainerin. Allerdings habe Suhl immer wieder nachlegen können, sobald Borken besser ins Spiel gefunden hatte.
Genau an diesen positiven Abschnitten wollen die Skurios Volleys nun anknüpfen. „Wir hoffen, dass wir diese Phasen gegen die nächsten Gegner immer weiter ausbauen können, bis wir uns irgendwann für eine gute Leistung belohnen“, erklärte Walkenhorst. Die Niederlage beim dreifachen Titelträger liefert damit auch Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben.
Eine persönliche Auszeichnung gab es zum Abschluss für Ditte Kjær Hansen. Die Borkener Libera wurde als wertvollste Spielerin ihrer Mannschaft ausgezeichnet. Auf Suhler Seite erhielt Zuspielerin Lara Nagels die MVP-Ehrung.
Bereits am Mittwoch wartet auf die Skurios Volleys die nächste Herausforderung. Dann steht in der heimischen Mergelsberg-Halle das Münsterland-Derby gegen den USC Münster an. Dort bietet sich die nächste Gelegenheit, die guten Phasen aus Suhl über einen längeren Zeitraum auf das Feld zu bringen.
Quelle: Skurios Volleys – Thomas Hacker





