Skurios Volleys holen gegen die Ladies in Black aus Aachen den ersten Saisonpunkt
Zwei gewonnene Derby-Sätze und viel Spannung in der ausverkauften Mergelsberg-Halle
BORKEN | pd | „Und diesmal dürfen wir gerne auch den letzten Punkt im Spiel machen.“ Das hatte Borkens Cheftrainerin Kira Walkenhorst vor dem NRW-Derby gegen Aachen gehofft. Ganz ging der Wunsch nicht auf. Vor 974 Zuschauern in der Mergelsberg-Sporthalle machten die Skurios Volleys aus einem 0:1 eine 2:1-Satzführung, mussten sich den Ladies in Black nach 146 Minuten aber mit 2:3 (10:25, 25:23, 25:22, 18:25, 12:15) geschlagen geben. Der erste Saisonpunkt war trotzdem geschafft.
Ausverkauft, mitten in den Herbstferien! Das Interesse am zweiten NRW-Derby binnen weniger Tage war groß. Auch frühere Skurios-Spielerinnen schauten vorbei: Lena Bernhard und Sara Vindum Hansen saßen auf der Tribüne, Ex-Libera Melisa Nafia Demirer kehrte im Aachener Trikot zurück. Und die seit Jahren bestehende Fanfreundschaft zwischen beiden Teams verlieh dem Duell im westmünsterländischen Borken einen besonderen Rahmen.
Für die Skurios Volleys setzte Kira Walkenhorst auf die Starting Six mit Antonia Greskamp, Marika Loker, Doreen Luther, Liza Kastrup, Pia Mohr und Lara Kretschmer und als Libera war Ditte Kjær Hansen dabei. Mittelblockerin Doreen Luther war nach krankheitsbedingter Pause zurück, dafür fehlte Kapitänin Fabienne Coenders weiterhin verletzt. Auch auf der Bank war Flexibilität gefragt, denn Co-Trainer Frank Steverding fehlte wegen einer lange geplanten Urlaubsreise, an seine Stelle rückte Maria Walkenhorst als Co-Trainerin nach. Emma Klocke aus dem Regjonalliga-Team stand erstmals im Kader der Skurios Volleys, sie vertrat Toni Tebroke, die beim U18-Bundespokal in Schwerin spielte.
Als das Spiel im 19:30 Uhr startet, war auf dem Feld von Derby-Spannung zunächst wenig zu spüren. Die Gäste aus Aachen gaben das Tempo vor, zogen von 5:10 auf 7:16 davon und ließen sich auch von zwei Auszeiten nicht stoppen. Nach nur 18 Minuten stand ein 10:25. Kira Walkenhorst stellte daraufhin zu Beginn des zweiten Satzes um und Hannah Rudde übernahm das Zuspiel von Antonia Greskamp, Sandra Hövels rückte ebenfalls in die Anfangssechs.
Und plötzlich war Borken, getrieben von seinen Fans, wieder mittendrin. Auf das 6:6 folgte eine Fünf-Punkte-Serie zum 11:7. Selbst als Aachen aus einem 14:18 ein 19:18 machte, blieben die Skurios dran. Lara Kretschmer erkämpfte schließlich den Satzball zum 24:23, die Gäste schlugen ins Aus – 25:23. Die Mergelsberg-Sporthalle war da, durch den zweiten Satzgewinn der Saison war das Derby wieder offen.
Im dritten Durchgang setzten sich die Gastgeberinnen in der Crunchtime auf 20:17 und 23:19 ab. Wieder vollendete Lara Kretschmer den Durchgang, diesmal zum 25:22. Die Meggi jubelte über eine Premiere: In der Vorsaison waren alle NRW-Derbys gegen Münster und Aachen mit 0:3 verloren gegangen. Jetzt waren zwei Sätze gewonnen und der erste Saisonpunkt sicher.
Zum Sieg fehlte allerdings noch ein Satz. Nach der frühen Borkener 4:3-Führung zog Aachen auf 9:6 und 17:11 davon und glich mit 25:18 aus. Der sich anschließende Tiebreak wurde zur Nervensache. Beim Seitenwechsel lag Borken nur 7:8 zurück, selbst beim 12:13 war noch alles möglich. Doch die letzten beiden Ballwechsel gingen an Aachen. Der erste Saisonsieg blieb den Gästen, während sich die Skurios Volleys mit einem Punkt zufrieden geben mussten. Als wertvollste Spielerinnen wurden Hannah Rudde für Borken und Tsvetelina Ilieva für Aachen ausgezeichnet.
„Wir haben immer noch Phasen dabei, in denen wir wegbrechen“, sagte Kira Walkenhorst anschließend. Zugleich hatte ihr Team gezeigt, was gegen einen NRW-Rivalen möglich ist. Zwei gewonnene Sätze konnten die Schwankungen dieses Abends nicht ganz überdecken, wohl aber Mut für die nächsten Aufgaben machen. Schon am Dienstag um 18.30 Uhr gastieren die Roten Raben Vilsbiburg in der Meggi.
Quelle: Skurios Volleys – Thomas Hacker





