Gewalt gegen Rettungskräfte – Hemmschwelle während Pandemie weiter gesunken

Gewalt gegen Rettungskräfte – Hemmschwelle während Pandemie weiter gesunken
Symbolbild

Immer häufiger werden Rettungssanitäter und Ärzte beschimpft, wenn sie Verletzte versorgen

JOURNAL | pd | Vor allem während der Corona-Zeit haben die Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei, THW, Feuerwehr, Ärzten und Sanitätsdiensten nach einem Bericht des WDR zugenommen. Der WDR stützt sich dabei auf Mitteilungen des Lüdenscheider Vereins „Soko Respekt“, der viereinhalb Jahre nach seiner Gründung mittlerweile rund 1.400 Mitglieder hat und der sich mit Kampagnen, Informationen und Präventionsarbeit für mehr Respekt gegenüber den Einsatzkräften einsetzt.

Dem WDR-Bericht zurfolge berichten Einsatzkräfte von Polizei, THW und Feuerwehr, dass immer häufiger Rettungssanitäter und Ärzte beschimpft werden, wenn sie Verletzte versorgen. Helfer des THW werden bedroht, wenn sie Veranstaltungen absichern, sagt Klaus Ulrich Cordt vom THW Lüdenscheid. Dies träfe bei Schützenfesten genauso zu wie bei Sportveranstaltungen.

Klaus Ulrich Cordt vom THW Lüdenscheid berichtet demnach, dass es auch mit relativer Regelmäßigkeit dazu kommt, dass Autofahrer auf die Einsatzkräfte losfahren oder denen drohen: Mach, dass du von der Straße kommst, sonst fahre ich dich um. Das gehe manchmal sogar so weit, dass Helfer verletzt werden – so der WDR.

Auch die Polizei zeigt sich besorgt über die Einsatzbelastung in Corona-Zeiten. Für viele Polizisten sind die so genannten „Spaziergänge“ sehr belastend, denn nach den Übergriffen auf Polizeibeamte wie in Mannheim, befürchten einige, dass auch hier so etwas passieren könnte.