Volleyballfest in der Borkener „Meggi“ – USC Münster holt den ersten NRW-Cup
Premiere des neuen NRW-Cups gelungen
BORKEN | pd | Am Ende nahm der Bundesliga-Dino aus Münster den Wanderpokal mit nach Hause. Doch auch für die Skurios Volleys und die Borkener Volleyballfans hatte die Premiere des NRW-Cups einiges zu bieten. Zwei Tage lang waren mit dem USC Münster, den Ladies in Black Aachen, DSHS SnowTrex Köln und den Gastgeberinnen vier der besten Frauen-Teams aus Nordrhein-Westfalen in der Meggi zu Gast. Der sportliche Wert stimmte – und auch auf den Rängen zeigte sich schnell, dass dieses neue Turnierformat in Borken ankommt.
Für Kira Walkenhorst war der Samstagabend dabei ein besonderer Moment. Nach den ersten Testspielen im niederländischen Meijel stand sie gegen Köln erstmals als Cheftrainerin der Skurios Volleys in der Meggi an der Seitenlinie. Und ihre Mannschaft musste für den Finaleinzug ordentlich arbeiten. Gerade in der ersten Hälfte der Partie begegneten sich beide Teams über längere Phasen auf Augenhöhe. Den umkämpften ersten Satz holte Borken mit 27:25, Köln antwortete mit einem 25:19. Danach fanden die Skurios immer besser in die Begegnung, entschieden die folgenden Durchgänge mit 25:16 und 25:22 für sich und machten mit dem 3:1 den Einzug ins Finale perfekt.
Zuvor hatten die Zuschauer bereits das erste NRW-Duell des Wochenendes gesehen. Der USC Münster setzte sich gegen die Ladies in Black Aachen mit 4:0 durch. Eng ging es vor allem in den ersten beiden Sätzen zu, die Münster mit 25:22 und 25:23 gewann. Danach folgten ein 25:18 und ein 25:21.
Damit war für den Sonntag das Münsterland-Derby perfekt – wenn auch zunächst nur in der Vorbereitung. Zuvor spielten Aachen und Köln um Platz drei. Die Ladies in Black erwischten mit einem 25:7 einen starken Start und legten mit 25:23 und 25:19 nach. Köln holte den vierten Durchgang mit 25:19, sodass Aachen das Wochenende mit einem 3:1-Erfolg und Rang drei beendete.
Am Nachmittag gehörte die Meggi dann Borken und Münster. Und dieses Finale bekam die Kulisse, die es verdient hatte. Schon am Samstag waren viele Volleyballfans in die Halle gekommen, am Sonntag wurden es noch einmal mehr. Rund 400 Zuschauer verfolgten das Endspiel – bemerkenswert auch deshalb, weil gleichzeitig in der Stadt das Borkener Stadtfest lief.
Auf dem Feld entwickelte sich ein Münsterland-Derby, in dem die Skurios dem etablierten Erstligisten drei Sätze lang alles abverlangten. Münster hatte in den entscheidenden Situationen jeweils knapp die Nase vorn und gewann 25:23, 25:22 und 25:21. Überschattet wurde der erste Satz von der Verletzung von Skurios-Kapitänin Fabienne Coenders, die bereits im ersten Satz nach einer Aktion am Netz umknickte und nicht weiterspielen konnte.
Obwohl der Turniersieger nach drei Sätzen feststand, war noch lange nicht Schluss. Beide Mannschaften hängten einen vierten Durchgang dran – und diesmal setzte sich Borken deutlich mit 25:16 durch. So stand am Ende ein 3:1 für den USC, aber auch ein Auftritt der Skurios Volleys, die knapp einen Monat vor dem Bundesliga-Start gute Ansätze zeigten. Und das nächste Münsterland-Derby lässt ohnehin nicht lange auf sich warten: Bereits am 14. Oktober empfangen die Skurios Volleys den USC zum ersten Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison wieder in der Meggi.
Dass der NRW-Cup mehr war als vier Vorbereitungsspiele, zeigte sich auch auf den Rängen. Besonders schön war das Zusammenspiel der Borkener Drumfire und der Fans aus Aachen. Zwischen den Trommlern der Ladies in Black und den Drumfire besteht seit Jahren eine Fanfreundschaft. Und da es kein direkten Spiel gegeneinander gab, wurde deshalb nicht nur das eigene Team lautstark begleitet, sondern auch den Freunden auf der anderen Seite Unterstützung gegeben. So entstand über beide Tage eine Atmosphäre, die zu diesem Turnier passte: sportlich ehrgeizig auf dem Feld, freundschaftlich daneben.
Zum Abschluss gab es Pokale für alle vier Mannschaften. Der USC Münster nahm als erster Sieger zudem den Wanderpokal des NRW-Cups mit nach Hause, eine weitere Trophäe ging an die beste Spielerin des Turniers. Ein besonderer Dank gilt Sponsoring-Partner HEIM&HAUS und Michael Demming, die die Pokale gestiftet haben.
Nach zwei Tagen blieb damit nicht nur ein sportlicher Sieger. Die Premiere hat gezeigt, dass der NRW-Cup und die Meggi gut zusammenpassen. 2027 darf es gerne weitergehen.
Quelle: Skurios Volleys – Thomas Hacker





