Dorfvertreterversammlung Burlo – Jugendtreffmöglichkeiten konkretisiert

Dorfvertreterversammlung Burlo – Jugendtreffmöglichkeiten konkretisiert
Nach Vorbild des Jugendtreffs Weseke soll es auch einen Chillort in Burlo geben - Foto: privat

Stylischer Bauwagen soll noch in diesem Sommer am PGZ auf- und fertiggestellt werden

BURLO / Bowi / WESEKE | pd/bd | Bereits Mitte Dezember 2022 tagte die Dorfvertreterversammlung im Heimathaus Burlo. Neben den Themenfeldern „Rundweg Klostersee“, „Verkehrspunkte Burlo“, Standorte „Defibrillatoren in Burlo“ und sonstigen Themen stand vor allem das Thema Jugendtreffpunkt/Chillort für Jugendliche in Burlo auf der Tagesordnung.

Der Teilnehmerkreis setzte sich aus den Dorfvertretern/-vertreterinnen sowie aus Vertretern der Stadtverwaltung zusammen. Mit dabei waren dieses Mal Dorfvorsteherin Maria Schulte, Martin Dahlhaus (Fachbereich Umwelt und Planung), Rolf Schulze-Dinkelborg (Fachbereich Tiefbau und Abwasserbeseitigung) sowie Rene Terwolbeck (Fachbereich Bürgerservice und Ordnung).

Jugendtreffpunkt

Um nicht am Bedarf vorbei zu planen, wurde in den vergangenen Monaten eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen (Alter 7 bis 15 Jahre) gestartet, die mit sehr guter Beteiligung zwischenzeitlich abgeschlossen und ausgewertet wurde. Als Ergebnis dieser Umfrage bleibt festzustellen, dass sich die junge Zielgruppe einen Treffpunkt/Chillort wünscht. Von der ursprünglichen Idee, einen solchen Ort an der Burloer Skaterbahn mittels eines „Containers“ zu installieren, haben sich die Verantwortlichen zunächst verabschiedet. Konkreter wurde das Thema dann durch Beteiligung der St.-Ludgerus-Pfarrgemeinde, die in Weseke bereits ein ähnliches Jugendtreff-Projekt umgesetzt hat. In Kooperation von Vertretern der Pfarrgemeinde, der Dorfvertreterversammlung und der städtischen Jugendförderung wurden nun die Wünsche der Jugendlichen konkretisiert. „Da wir zwischenzeitlich finanzielle Unterstützung vom Landesjugendamt für das Projekt organisieren konnten, möchten wir den Jugendtreff in Form eines Bauwagens mit Standort PGZ in Burlo noch in diesem Sommer realisieren. Die Gestaltung und der Ausbau des Wagens soll unter fachkundiger Anleitung von der Zielgruppe selbst im Rahmen der Ferienkoffer-Aktion durchgeführt werden“, erläutert Pastoralreferent Johannes Brockjann in einem Telefonat mit Burlo-Direkt.

Rundweg Klostersee



Nicht ganz so zügig geht es mit dem Themenfeld „Rundweg Klostersee“ voran. Wie Holger Wüstnienhaus in einem Gespräch erklärte, gebe es aufgrund der höchst unterschiedlichen Grundstückseigentümer-Strukturen noch einige rechtliche Fragen zu den geplanten Gerätestandorten zu klären. Wie bereits berichtet, sollen rund um den Klostersee standortgerechte Spielgeräte, Infotafeln bzw. Schaukästen installiert werden, um das Gelände Zug um Zug erlebbarer zu machen als dies bisher der Fall ist. Insofern geht die Dorfvertreterversammlung davon aus, dass zunächst die geplanten Installationen dort aufgestellt werden, wo ohnehin bereits Zustimmung der Liegenschaftseigentümer signalisiert wurde. Bis das Themenfeld abgehakt werden kann, wird also voraussichtlich noch einige Zeit ins Land gehen.

Verkehrspunkte

Einer der größeren Baustellen in der Themensammlung ist nach wie vor die Entwicklung/Umgestaltung des Verkehrsraums in einigen neuralgischen Bereichen. Zwischenzeitlich sind seit Beginn der ersten Gespräche zum Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) Burlo fünf Jahre vergangen, ohne dass es an den zu Recht bemängelten Verkehrsräumen bis auf wenige Ausnahmen nennenswerte und zufriedenstellende Maßnahmen gegeben hätte. Zumindest am Zustand der wiederkehrend von den Anwohnern bemängelten Fahrbahnbeschaffenheit der Dunkerstraße soll sich nun im Frühjahr etwas zum Positiven entwickeln. So wurde die Baumaßnahme „Fahrbahnveränderung Dunkerstraße/Reckershardt“ nun für das anstehende Frühjahr terminiert.

„Erneut soll es nun zeitnah eine Begehung mit Vertretern des Kreises und der Stadt geben, um Möglichkeiten für Fahrbahnmarkierungen (Piktogrammen) und/oder Querungshilfen zu erörtern“, so Holger Wüstnienhaus im Gespräch mit Burlo-Direkt. Diese Begehung ist allerdings nicht die Erste ihrer Art. Bereits im Vorfeld des Treffens heißt es erneut, dass die Umsetzung nicht in der alleinigen Entscheidungshoheit der Stadt Borken läge. Die für den Fahrbahnbereich zuständige Kreisverwaltung signalisierte zwischenzeitlich (ebenfalls erneut), dass sie sich an geltende Rechtsvorschriften gebunden und insofern kaum Spielraum für wesentliche Veränderungen sieht. Hier werden die Bürgerinnen und Bürger voraussichtlich noch eine Menge Geduld und viel Verständnis für die sprichwörtlich „langsam mahlenden Behördenmühlen“ aufbringen müssen.

Auch die angedachten Maßnahmen im Verlauf der Borkener Straße (zwischen der Neuen Mitte und dem Gelände des K+K-Marktes) lassen ebenfalls weiter auf sich warten und füllen derzeit nur das „Ideen-Papier“ mit Druckertinte. Seit Start des DIEK Burlo hat sich auch dort nichts Nennenswertes verändert. Nach Überlegungen aller Beteiligten hätte es in diesem Bereich Umgestaltungen der Verkehrsfläche geben sollen. Bis Ende 2023 sollen seitens der Verwaltung nun entsprechende Pläne zur Umgestaltung vorliegen. Auch die Überlegungen, die „Wöstenstiege“ als Fahrradstraße auszuweisen, befänden sich aktuell in der Überlegung der zuständigen Dienststellen.



Im Gegensatz dazu soll der geplante Bau eines Regenrückhaltebeckens an der Leitingsstiege nun voraussichtlich im Mai 2023 erfolgen. Die Kanalisationsarbeiten im Verlauf der Gutenbergstraße sollen ebenfalls zeitnah beginnen, wobei der Endausbau derzeit noch nicht terminiert ist.

Defibrillatoren in Burlo

Nachdem die Redaktion Burlo-Direkt das Thema im Dezember aufgegriffen und die Situation in Burlo als nicht zufriedenstellend bemängelt hatte, wurde das Thema nun in der Dorfvertreterversammlung aufgegriffen. Zwischenzeitlich hat sich die Geschäftsführung der Agri V in Burlo (Lagerstraße) bereit erklärt, eines der Leben rettenden Geräte am Raiffeisenmarkt zu installieren. Die Stadtverwaltung sprach sich für eine Kostenübernahme und die Installation des Defibrillators Ihrerseits aus. Weitere Details dazu befinden sich aktuell in der Klärung.

Sonstiges

Einen Vorschlag zur Renaturierung des Bachlaufes zwischen der ehemaligen Kläranlage und dem Oblatenkloster unterbreitete Natur- und Landschaftsführer August Sühling. Er schlug vor, die Tonschalen, die vor langer Zeit im Bachlauf installiert worden waren, zu entfernen und den gesamten Bereich ähnlich wie in Marbeck (Döringbach) zu renaturieren. Der Vorschlag wurde aufgegriffen und wird von der Stadt Borken geprüft.


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